Home Erfahrungsbericht Großunternehmen III

„Wir nutzen Atradius als doppelten Boden“

 

Für Großunternehmen kann eine Kreditversicherung von Atradius von strategischer Bedeutung sein.

Joachim Treß, kaufmännischer Leiter, AMAND Gruppe, Bereich Umwelt

Das Unternehmen AMAND steht seit 70 Jahren für Kompetenz und umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Erd-, Tief- und Straßenbau. Mit einem Team von hochqualifizierten Mitarbeitern, dem Einsatz modernster Technologien sowie einem umfassenden Maschinen- und Gerätepark zählt AMAND zu den führenden Spezialisten der Branche. Der Bereich Umwelt und Entsorgung hat sich auf Entsorgungslösungen bei Bau- und Gewerbeabfällen spezialisiert. Schwerpunkt in den letzten Jahren ist auch die Herstellung von hochwertigem Sekundärbrennstoff. Die Philosophie - umfassender Service aus einer Hand – erstreckt sich auch auf das Debitorenmanagement. Eine einheitliche Kundeninformationsplattform und die Atradius Kreditversicherung bilden dafür die Basis.

Herr Treß, welche Rolle spielt die Kreditversicherung bei Ihnen?
Die Bedeutung der Kreditversicherung hat sich bei AMAND über die letzten Jahre gewandelt. Als ich vor mehr als zehn Jahren in das Unternehmen eintrat, waren Zahlungsziele von acht bis zwölf Wochen keine Seltenheit. Die Marge war ausreichend, und so war die Profitabilität auch ohne ein ausgefeiltes Debitorenmanagement gesichert. Entsprechend hoch waren die Schäden, die Atradius in dieser Zeit regulierte. Heute ist unser Forderungsmanagement auf dem neuesten Stand, die Schadenquote nur noch im einstelligen Bereich und die Kreditversicherungsprämie entsprechend niedriger. Atradius nutzen wir heute in erster Linie als doppelten Boden für unser eigenes Debitorenmanagement.

Wie sah Ihr Debitorenmanagement früher aus?
Der Wachstumsprozess im Unternehmensverbund brachte es mit sich, dass in der Vergangenheit – auch aufgrund von Unternehmenszukäufen – verschiedene Buchhaltungs-, Faktura- und Vertriebssysteme parallel geführt wurden. Ein zeitnaher und umfassender Überblick über die Gesamtsituation eines Debitors war so nicht möglich. Damit konnten sich in der AMAND Unternehmensgruppe einzelne Aktivitäten inhaltlich oder regional überschneiden. Und das führte in einigen Fällen zu der absurden Situation, dass ein Kunde, der von einem Geschäftsbereich abgelehnt worden war, von einem anderen Unternehmensteil bedient wurde.

Und wie haben Sie es geschafft, Ihr Debitorenmanagement derart zu optimieren?
Wir haben ein eigenes zentrales Kundenprogramm entwickelt und aufgebaut - das AMAND Informationssystem (AIS). Im AIS werden sämtliche elementaren Kundendaten auf einer zentralen Plattform zusammengefasst, und auf diese aktuell gepflegten Informationen greifen die autorisierten Arbeitsbereiche aller AMAND Unternehmen zu. Hierzu wurden Optimierungen in unseren Finanzbereichen vorgenommen und die Schnittstellen zur Buchhaltung, Faktura, zum Vertrieb und zu Creditreform aufgebaut. Veränderungen in der Bonitätsentwicklung oder aktuelle Limitüberschreitungen werden automatisch und zeitnah an den Entscheider vor Ort übermittelt, der damit schnell und zielgerichtet handeln kann.

Ihre Philosophie lautet „umfassender Service aus einer Hand“. Wie hat sich das neue System in dieser Hinsicht ausgewirkt?
Heute hat jeder frei geschaltete Mitarbeiter individuell festgelegte Lese- oder Schreibrechte in unserem AIS. Innerhalb von einer Minute können relevante Kundendaten, wie Adress- und Kontaktdaten, Umsätze, kommerzielle Konditionen, Zahlungsverhalten, offene Posten, historische und aktuelle Angebote und Aufträge, aktuelle Bonitätsauskünfte, Limitfreigaben etc., abgerufen werden. Mit diesem Instrumentarium aus umfassender und vernetzter Information kennen wir unsere aktuelle Debitoren- und Kreditorensituation und können damit einen noch besseren Dienst am Kunden leisten. Zwischenzeitlich haben wir unser System auch einzelnen Kunden präsentiert, um diesen Anregungen für den Aufbau ihres eigenen Debitorenmanagements zu geben.

Das klingt, als bräuchten Sie gar keine Kreditversicherung mehr…
Und ob! Es sind eben nicht alle Forderungsausfälle für uns vorhersehbar. Da brauchen wir Atradius als Sicherheitsnetz. Manchmal brauchen wir auch einfach eine zusätzliche Einschätzung von Atradius. Außerdem ist die Kreditversicherung für mich ein gutes internes Argument in Gesprächen mit unserem Vertrieb. Dass wir von einem Geschäft besser die Finger lassen, bzw. zusätzliche Absprachen treffen müssen, versteht unser Vertrieb spätestens dann, wenn selbst Atradius das Risiko nicht übernehmen will.

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