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Was tun bei Zahlungsverzug?

Ihr Kunde zahlt nicht – was nun?


Sie haben alles für eine gute Verwaltung Ihres Debitorenportfolios getan. Und doch passiert es: Ihr Kunde bleibt mit der Zahlung in Verzug. Leiten Sie in diesem Fall ein konsequentes Mahnverfahren ein.

Seien Sie säumigen Zahlern einen Schritt voraus

Führen Sie eine gute Übersicht über die ausstehenden Forderungen. Wenn Sie sehen, dass sich das Zahlungsziel für eine Rechnung nähert, sollten Sie den Schuldner kurz vorher anrufen. Ein einziger Telefonanruf zur richtigen Zeit kann sich schon auszahlen.

Reagieren Sie nach Ablauf der Zahlungsfrist sofort

Wir empfehlen Ihnen, dem Schuldner spätestens 15 Tage nach dem vereinbarten Zahlungsziel mitzuteilen, dass bei Ihnen keine Zahlung eingegangen ist.

Sie können sich natürlich auch (erneut) telefonisch bei Ihrem Kunden nach dem Problem erkundigen. Rechnen Sie aber damit, dass Ihr Abnehmer einen Vorwand vorbringt. Reagieren Sie gelassen und suchen Sie weiter nach Möglichkeiten für gute Vereinbarungen. Machen Sie sich Gesprächsnotizen in Ihrem Kunden- oder CRM-System.

Treffen Sie eine Zahlungsvereinbarung

Wenn Sie mit einem Schuldner eine individuelle Zahlungsvereinbarung treffen, legen Sie diese dann schriftlich fest. Vereinbaren Sie Sanktionen für den Fall, dass sich das Unternehmen nicht an die Absprachen hält, und lassen Sie jede Vereinbarung vom Schuldner gegenzeichnen.

Haben Sie bei uns eine Kreditversicherung abgeschlossen? Wenn Sie innerhalb der ursprünglichen Säumnisfrist (diese ist in Ihrem Versicherungsschein angegeben und beträgt meist 60 Tage) einen Zahlungsaufschub gewähren, brauchen Sie Atradius davon nicht in Kenntnis zu setzen. Alle anderen Zahlungsvereinbarungen sind uns jedoch mitzuteilen.

Setzen Sie Ihren Kunden schriftlich in Verzug

Bleibt die Zahlung immer noch aus und ist keine Zahlungsvereinbarung möglich? Dann können Sie den Schuldner etwa 30 Tage nach dem Fälligkeitstermin erneut schriftlich zur Zahlung auffordern.

Wir empfehlen Ihnen, den Schuldner spätestens 45 Tage nach Ablauf der Zahlungsfrist schriftlich in Verzug zu setzen, wobei Sie den letztmöglichen Termin für die Begleichung der Rechnung angeben. Weisen Sie in Ihrem Schreiben deutlich darauf hin, dass Sie die Angelegenheit bei Ausbleiben der Zahlung einem Inkassobüro übertragen werden und dass alle Kosten des Einzugs zu Lasten des Kunden gehen.

Übertragen Sie das Inkasso

Ein Inkassoverfahren ist etwas für Spezialisten. Wenn Ihr Schuldner 60 Tage nach Ablauf der Zahlungsfrist immer noch nicht gezahlt hat, empfiehlt es sich, die Sache einem Experten zu übergeben. Auf Wunsch können Sie die Frist auf 90 Tage nach Fälligkeit verlängern.

Haben Sie das Inkasso übertragen, brechen Sie den Kontakt zum Kunden ab. Sollte er sich selbst an Sie wenden, verweisen Sie ihn an das Inkassobüro.

Für wen?

Atradius Collections bietet integrierte Inkassoverfahren für kreditversicherte Unternehmen. Aber auch wenn Sie keine solche Versicherung bei Atradius haben, können Sie sich mit Inkassoaufträgen an uns wenden.

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