Home All press releases Zahlungsziele gewinnen in Zeiten von Kreditkrise und Wettbewerbsdruck an Bedeutung

Kreditversicherer Atradius legt Zahlungsmoralbarometer vor

Köln, 22. November 2007. Die Gewährung von Zahlungszielen im Gegensatz zu Lieferungen per Nachnahme oder Vorkasse gewinnen in Zeiten von Kreditkrise und hartem Wettbewerbsdruck immer mehr an Bedeutung. Darauf deuten die Ergebnisse des Atradius Zahlungsmoralbarometers hin, das heute veröffentlicht wurde. Demnach hat sich in Deutschland der Anteil der Vorkasse-Zahlungen als Schutz gegen Forderungsausfälle seit Sommer 2006 mit einem Rückgang von 37 auf 15 Prozent mehr als halbiert. Und auch Schutzmaßnahmen wie Bürgschaften (Rückgang von 14 auf 4 Prozent) haben in den vergangenen 12 Monaten massiv an Bedeutung verloren. „Die Studienergebnisse unterstreichen unsere Beobachtung, dass Lieferantenkredite zunehmend zur kostengünstigen Zwischenfinanzierung genutzt werden – auch als Alternative zu nicht gewährten Bankkrediten. Damit steigt die Bedeutung der Kreditversicherung als Schutz gegen Zahlungsausfälle weiter an“, so Dr. Thomas Langen, Regional Director Deutschland, Mittel- und Osteuropa von Atradius. Derzeit sind 38 Prozent der deutschen und 30 Prozent aller befragten europäischen Unternehmen kreditversichert.

Ein Drittel der Unternehmen schutzlos gegen Forderungsausfälle
Mehr als ein Drittel aller befragten Unternehmen ergreifen allerdings keinerlei Maßnahmen zum Schutz gegen Forderungsausfälle. Und fast die Hälfte der Befragten rechnet nicht mit ernsthaften Konsequenzen für ihr Unternehmen, sollte es zur Zahlungsunfähigkeit ihres wichtigsten Kunden kommen. Vier Prozent befürchten in diesem Fall den eigenen Bankrott. „Folgeinsolvenzen sind insbesondere für Unternehmen, die von einzelnen großen Kunden abhängig sind, eine Gefahr, die oft unterschätzt wird“, so Atradius-Experte Thomas Langen.

Im Ländervergleich setzen deutsche Unternehmen mit durchschnittlich 26 Tagen (Italien: 81) zwar die kürzesten Zahlungsziele. Das Kreditrisiko wird damit allerdings nicht wesentlich geringer, denn gezahlt wird gemäß der aktuellen Studie in allen Ländern erst nach Ablauf des Zahlungsziels. „Gerade in Folge einer länger anhaltenden Kreditkrise könnten Unternehmen mit einer hohen Fremdfinanzierung in die Insolvenz geraten“, so Langen.

Über das Atradius Zahlungsmoralbarometer:
In einer umfassenden Studie befragte Atradius von Ende August bis Mitte Oktober 2007 rund 1.200 Unternehmen aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden, wie sie die Zahlungsmoral ihrer internationalen Geschäftspartner einschätzen und welche Instrumente sie zur Absicherung ihrer Forderungen einsetzen. Das Zahlungsmoralbarometer erschien am 22. November zum dritten Mal.

Die detaillierten Ergebnisse aller Atradius Zahlungsmoralbarometer finden Sie unter Publikationen/Zahlungsmoralbarometer zum Download.


Über Atradius:
Atradius ist ein führender Kreditversicherer mit einem Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro und einem Marktanteil am weltweiten Kreditversicherungsmarkt von 24 Prozent. Die Unternehmensgruppe versichert jährlich Handelstransaktionen im Wert von 400 Milliarden Euro gegen Zahlungsausfallrisiken und bietet Produkte und Dienstleistungen rund um Risikotransfer und Forderungsmanagement. Mit 3.500 Mitarbeitern und mehr als 90 Büros in 40 Ländern hat Atradius Zugang zu Informationen über die Bonität von 45 Millionen Unternehmen weltweit und trifft täglich über 12.000 Kreditlimitentscheidungen. Atradius hat ein “A"-Rating von Standard & Poor's (outlook stable) und ein “A2"-Rating von Moody's (outlook stable).


Für weitere Informationen:
Atradius Corporate Communications
Andrea Riedle                                               Andrea Köhnen
Tel.: +49 221 2044 1433                               Tel.: +49 221 2044 1145
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.             Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kontakt

Andrea Neumann
Pressesprecherin
Telefon: 0221 2044-1145
Fax: 0221 2044-601145 oder E-Mail

Esther Blömer
Telefon: 0221 2044-1992
Fax: 0221 2044-601992 oder E-Mail

 

spacer