Köln, 22. April 2008 – Hohe Agrar-Rohstoffpreise setzen besonders kleine und mittelständische Unternehmen unter Druck
Der Kreditversicherer Atradius hat im Zuge des starken Anstiegs der Agrar-Rohstoffpreise die deutsche Biodiesel-Industrie auf seine Watch List für besonders risikobehaftete Branchen gesetzt. Besonders die Situation für kleine und mittelständische Unternehmen hat sich dramatisch verschlechtert. So das Ergebnis einer internen Sonderprüfung bei Atradius. Danach könne Biodiesel aufgrund der gestiegenen Preise für Rohstoffe wie Raps oder Soja nicht mehr kostendeckend hergestellt werden. Die Produktionskapazitäten blieben daher weitgehend ungenutzt. Gerade kleine Betriebe wiesen nach einem bereits schwierigen Jahr 2006 im vergangenen Jahr Verluste aus. Seit Anfang 2008 muss die Branche zudem eine Steuererhöhung auf 15 Cent pro Liter reinen Biodiesel verkraften. „Sollte die Verteuerung von Agrar-Rohstoffen wie Raps oder Soja anhalten, rechnen wir mit zunehmenden Zahlungsausfällen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branche“, so Michael Karrenberg, Director Risk Services bei Atradius.
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Atradius ist ein führender Kreditversicherer mit einem Gesamtumsatz von 1,8 Milliarden Euro und einem Marktanteil am weltweiten Kreditversicherungsmarkt von 31 Prozent. Hauptsitz des Unternehmens ist Amsterdam. Atradius versichert jährlich Handelstransaktionen im Wert von über 460 Milliarden Euro gegen Zahlungsausfallrisiken und bietet Produkte und Dienstleistungen rund um Risikotransfer und Forderungsmanagement. Mit 3.900 Mitarbeitern und mehr als 160 Büros in 40 Ländern hat Atradius Zugang zu Informationen über die Bonität von 52 Millionen Unternehmen weltweit und trifft täglich über 22.000 Kreditlimitentscheidungen.
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Andrea Köhnen
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