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Atradius Geschäftsergebnisse 2009

Atradius, einer der weltweit führenden Anbieter von Kreditversicherung, Inkassodiensten und Bürgschaften, hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust nach Steuern von 113,3 Millionen Euro abgeschlossen.

Amsterdam, 23. März 2010 – Effektive Bonitätsanalysen im Hinblick auf die Kunden der versicherten Unternehmen führten verbunden mit entsprechenden Risiko begrenzenden Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisse im zweiten Halbjahr.

Zahlen im Überblick

  • Rückgang der Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft von 1.774,0 Millionen Euro in 2008 auf 1.589,3 Millionen Euro in 2009
  • Verbesserung des Ergebnisses aus dem Servicegeschäft um 14,5 Prozent auf
    15,0 Millionen Euro (13,1 Millionen Euro in 2008)
  • Anstieg der Nettoeinnahmen aus Kapitalanlagen um 42,9 Prozent auf 68,3 Millionen Euro (47,8 Millionen Euro in 2008)
  • Senkung des Nettoverlusts um 41,4 Prozent auf 113,3 Millionen Euro
    (193,4 Millionen Euro Verlust in 2008)

Stärkere zweite Jahreshälfte

Die Nettoschadenquote konnte im Wesentlichen infolge des verbesserten Schadenergebnisses in der zweiten Jahreshälfte 2009 gesenkt werden. Kosten und Einnahmen aus Kapitalanlagen entwickelten sich besser als erwartet und trugen zu den positiven Ergebnissen bei, die Atradius in den letzten sechs Monaten des Jahres 2009 ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten erzielte. „Wir haben die drohende Wirtschaftskrise erkannt und in der zweiten Jahreshälfte 2008 entsprechende Maßnahmen getroffen, um die Auswirkungen auf Atradius und unsere Kunden zu begrenzen, denn wir bilden zusammen mit unseren Versicherungsnehmern eine Risikogemeinschaft“, erklärte Isidoro Unda, CEO von Atradius. „Angesichts der Schwere der Rezession haben wir unsere Kunden in einigen Fällen aber nicht immer hinreichend über Maßnahmen informiert. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Informationsfluss zwischen Atradius, unseren Kunden und den Maklern zu optimieren.“

Versicherungsgeschäft

Die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft gingen infolge des Umsatzrückgangs bei den versicherten Unternehmen und der von Atradius getroffenen Risiko begrenzenden Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent zurück. In 2009 lag der Fokus vor allem darauf, Bonitätsinformationen über die Kunden der Versicherten zu verdichten und die Kapitaldecke des Unternehmens proaktiv zu steuern, um den Schutz der Versicherungsnehmer langfristig zu gewährleisten. In den meisten Märkten wurde der „Buyer Rating“ Service eingeführt - ein System, das Kunden die Bewertung und den Vergleich ihrer Abnehmer noch einfacher macht. In weiteren Kommunikationsmedien informierte Atradius umfassend über die Situation in den Märkten der Welt, in denen Atradius und seine Kunden agieren.

In der zweiten Jahreshälfte 2008 und im ersten Quartal 2009 ließen Branchen und Märkte mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit die Schadenquote von Atradius auf über 125 Prozent hochschnellen. Das Deckungsvolumen in Bezug auf hochriskante Abnehmer wurde minimiert, um die kurzfristigen, vertretbaren Risiken der Kunden besser abdecken zu können. Gleichzeitig wurde damit sichergestellt, dass die Kunden bei Bedarf langfristig den Versicherungsschutz erweitern können, sobald sie bei einer Erholung der Wirtschaft ihre Geschäftstätigkeit wieder ausweiten. Die Reduzierung des Deckungsvolumens führte in 2009 zu einer Verbesserung der Nettoschadenquote auf 77,1 Prozent.

 „Unsere Risikobereitschaft ist jetzt höher als die einiger unserer Wettbewerber“, sagte Isidoro Unda. „Wir bieten unseren Kunden treffende Bonitätsanalysen und damit das nötige Werkzeug, um mit Forderungsausfallrisiken auch in der Krise richtig umzugehen.“

Servicegeschäft

Der Anstieg der Einnahmen aus Dienstleistungen ist im Wesentlichen auf das Inkassogeschäft zurückzuführen, in dem eine Einnahmensteigerung von 19,8 Prozent zu verzeichnen war. Die Einnahmen aus dem für den niederländischen Staat abgewickelten Exportkreditgeschäft zeigten eine stetige und den Erwartungen entsprechende Entwicklung.

Märkte

In der zweiten Jahreshälfte 2009 setzte eine Verbesserung der Marktbedingungen ein, die für mehr Stabilität in der Wirtschaft sorgte. Infolge der weltweiten Rezession, die sich auf die Umsätze der Kunden auswirkte, und der von Atradius getroffenen Risiko begrenzenden Maßnahmen gingen die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft in der ersten Jahreshälfte 2009 in allen Regionen mit Ausnahme von Asien zurück. Im größten regionalen Markt von Atradius, zu dem Spanien, Portugal und Brasilien zählen, waren nach wie vor die höchsten Umsätze zu verzeichnen. Die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft gingen hier um weniger als 1 Prozent zurück. Obwohl im Vergleich zu 2007 und der ersten Jahreshälfte 2008 in den Märkten noch eine höhere Unsicherheit herrschte, stabilisierte sich das wirtschaftliche Umfeld im zweiten Halbjahr 2009 fast überall, was zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führte. „Wir werden weiter umsichtig handeln, aber wir werden den Deckungsschutz für unsere Kunden ausweiten“, so Unda.

Ausblick

Das für 2010 prognostizierte Wirtschaftswachstum wird von den USA ausgehen, wo ein BIP-Anstieg von 2,9% erwartet wird. Aller Voraussicht nach wird die Mehrheit der großen Volkswirtschaften Europas dieser Entwicklung folgen, dies jedoch mit einem geringeren BIP-Wachstum: Deutschland (1,8 Prozent), Großbritannien (1,5 Prozent), Frankreich (1,4 Prozent), Niederlande (1,2 Prozent), Italien (0,9 Prozent) und Spanien (- 0,4 Prozent). Nach einem Einbruch von 12,3 Prozent im Jahr 2009 wird für 2010 ein Anstieg des Welthandelsvolumens (Waren und Dienstleistungen) von 5,8 Prozent prognostiziert. Mit der zunehmenden Geschäftstätigkeit werden voraussichtlich auch die versicherbaren Umsätze im Laufe des Jahres 2010 bis ins Jahr 2011 hinein steigen.

„In all unseren Kernmärkten gibt es Anzeichen für eine Erholung. Das Wirtschaftsklima hellt sich in den meisten Teilen Europas auf. Für eine Entwarnung ist es jedoch noch zu früh, da in ganz Europa Bankkredite weiterhin knapp sind und das Wachstum in den Niederlanden, in Belgien und in anderen exportorientierten Ländern von der Erholung der größeren Volkswirtschaften wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und USA abhängt“, so Unda. „Während das wirtschaftliche Umfeld weiterhin umsichtiges Handeln erfordert, wollen wir unser Geschäft innerhalb vertretbarer Grenzen aktiver vorantreiben. Der im zweiten Halbjahr 2009 eingesetzte Trend positiver Ergebnisse hat sich in den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 fortgesetzt. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung mit der anhaltenden Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Märkten nachhaltig ist.”

Die in dieser Pressemitteilung genannten Zahlen sind noch nicht testiert.

 

Über Atradius:
Die Atradius-Gruppe bietet weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und Inkassodienste an und ist mit 160 Büros in 42 Ländern vertreten. Atradius hat Zugang zu Bonitätsinformationen über 52 Millionen Unternehmen weltweit und trifft täglich mehr als 22.000 Kreditlimitentscheidungen. Mit Gesamteinnahmen von mehr als 1,7 Milliarden Euro und einem weltweiten Marktanteil von 31 Prozent schützt die Atradius-Gruppe Unternehmen auf der ganzen Welt vor Zahlungsrisiken aus Verkäufen von Waren und Dienstleistungen auf Ziel.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Atradius Corporate Communications
Andrea Köhnen
Tel.: +49 221 2044 1145
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